Chirurgie der Lebermetastasen
Author(s) -
Annelies Schnider,
U Metzger
Publication year - 2002
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2002.04715
Subject(s) - medicine
Die Lebermetastasenchirurgie hat ihren etablierten Stellenwert vor allem in der Therapie der Metastasen des kolorektalen Karzinoms, deshalb wird dieses Thema ausführlich diskutiert. Lebermetastasen beim kolorektalen Karzinom treten in 20–30% auf. Rechnet man in der Schweiz mit 4000 Neuerkrankungen pro Jahr, dann muss mit 800–1200 neuen Patienten mit Lebermetastasen eines kolorektalen Karzinoms gerechnet werden. Aufgrund des venösen Drainagesystems durch das Portalvenensystem erfolgt die hämatogene Metastasierung primär in die Leber, ausser beim tiefsitzenden Rektumkarzinom, welches auch in die Lunge metastasiert. Beim progredienten kolorektalen Karzinom zeigt die Hälfte der Patienten einen isolierten metastatischen Befall der Leber. Für Patienten mit Lebermetastasen stellt heutzutage die chirurgische Therapie die einzige Möglichkeit der Heilung dar. Die durchschnittliche Überlebensdauer mit Lebermetastasen ohne Behandlung beträgt 12–18 Monate und kann durch eine systemische Chemotherapie um etwa 6–12 Monate verlängert werden. Nur die Chirurgie erreicht 5-Jahres-Überlebensraten von 20–40% (Tab. 2 und 3). Dank der Fortschritte der Intensivmedizin und der chirurgischen Techniken kam es im Verlauf der letzten 20 Jahre zu einer Senkung der Morbidität unter 25% und der Letalität unter 5%. Dennoch muss die Indikation zur Resektion richtig gestellt werden, um die Patienten nicht unnötig zu hospitalisieren und ihrer verbleibenden Lebenszeit und -qualität zu berauben.
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