Binge Eating Disorder bei Adipositas
Author(s) -
Esther Biedert,
Ulrich Keller
Publication year - 2002
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2002.04655
Subject(s) - binge eating disorder , binge eating , obesity , eating disorders , psychology , medicine , bulimia nervosa , psychiatry
Die Prävalenzraten von Adipositas (erhebliches Übergewicht, BMI >30 kg/m2) sind weltweit stetig steigend. Als ursächlich für die Zunahme der Adipositas wird allgemein die Veränderung der Ernährungsund Bewegungsgewohnheiten während den letzten Jahrzehnten beurteilt. Zu wenig bekannt sind psychische Störungen bei Adipositas, die entweder als Folge oder als Ursache von Übergewicht eine wesentliche Bedeutung haben. Eine komorbide psychische Störung bei Adipositas ist die sogenannte Binge Eating Disorder (BED). Es handelt sich dabei um regelmässig auftretende Essattacken, die jenen bei der Bulimia nervosa gleichen, jedoch werden bei der BED keine Gegenmassnahmen eingeleitet. In der Gesamtbevölkerung kann von einer Prävalenz der BED von etwa 2% ausgegangen werden [1]. In der adipösen Population, die aufgrund ihres Übergewichts eine Behandlung aufsucht, wird von einer Prävalenz von 20–40% gesprochen. Dabei steigt die Wahrscheinlichkeit, an einer BED zu leiden, mit zunehmendem BMI. Frauen haben etwas häufiger als Männer eine BED, das Verhältnis ist 3:2 [2].
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