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Klinische Präsentation maligner Gliome und therapeutische Optionen
Author(s) -
S Hofer
Publication year - 2002
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2002.04605
Subject(s) - medicine
Die klinisch-neurologische Symptomatik kann ausgesprochen vielgestaltig sein, je nach Lokalisation und Dynamik des Tumorwachstums. Zwei Drittel der malignen Gliome liegen supratentoriell. Häufig kommt es bei vorwiegend kortexnahen Hirntumoren zu epileptischen Anfällen. Fokale Anfälle erlauben eine neurologischtopische Zuordnung des Prozesses. Eine postiktale Hemiparese oder Aphasie (Todd-Lähmung) kann klinisch nicht unterscheidbar sein von einer vaskulären Störung. Man spricht auch von einer «transient tumor attack (TTA)» analog zur «transient ischämischen Attacke (TIA) ». Bis zu 50% der Hirntumorpatienten leiden unter Kopfschmerzen. Sind diese einseitig, stimmt die Seite häufig mit der Tumorlage überein. Die Kopfschmerzen nehmen nachts und in den frühen Morgenstunden an Intensität zu. Gesichtsfeldausfälle werden oft lange nicht bemerkt und können zu Selbstund Fremdgefährdung (Strassenverkehr) führen. Bei frontalen Prozessen ist häufig eine Wesensveränderung das Leitsymptom.

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