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Der pulmonale Sequester
Author(s) -
S Boelter,
M Fitze
Publication year - 2002
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2002.04573
Subject(s) - environmental science
Ein 60 jähriger Mann stellt sich mit rezidivierenden weitgehend therapieresistenten Pneumonien vor. Röntgenaufnahmen des Thorax zeigen neben wiederkehrenden Infiltraten des linken Unterlappens eine dickwandige zystoide Struktur im dorsalen Unterlappen mit LuftFlüssigkeitsspiegel (Abb. 1). Es wird die Verdachtsdiagnose eines pulmonalen Sequesters gestellt. Differentialdiagnostisch wird ein einschmelzender Infekt/Tumor, eine enterogene Zyste und eine Zwerchfellhernie (Bochdalek) diskutiert. Eine Kontrastmitteluntersuchung des Ösophagus schliesst eine Pathologie des oberen Gastrointestinaltraktes aus. Die durchgeführte Computertomographie bestätigt den Verdacht eines pulmonalen Sequesters (Abb. 2). Es finden sich neben bronchiektatischen und entzündlichen Veränderungen eine dickwandige Einschmelzungshöhle mit Luft-Flüssigkeitsspiegel in den Segmenten IX und X des linken Unterlappens sowie ein kräftiges Gefäss von der Aorta direkt in den betroffenen Lungenabschnitt ziehend. Aufgrund der guten Dokumentation der Gefässsituation wird auf die Durchführung einer Angiographie verzichtet und die Operationsindikation gestellt. Es erfolgt eine Unterlappenresektion links. Diese bestätigt das Vorliegen eines pulmonalen Sequesters, welcher intralobär gelegen war, mit einer grossen Einschmelzung bei rezidivierenden Pneumonien und sekundärem Anschluss an das Bronchialsystem.

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