Arthrose - Physiotherapie: Wann, welche, wieviel?
Author(s) -
U Schlumpf,
S Mariacher
Publication year - 2002
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2002.04558
Subject(s) - medicine
Die Berechtigung zur physiotherapeutischen aktiven Behandlung bei eingeschränkter Gelenksfunktion beruht auf der Tatsache, dass die während einer Bewegung einwirkenden physikalischen Kräfte die strukturelle und funktionelle Ausdifferenzierung der Gelenkstrukturen bestimmen (Prinzip von W. Roux, 1881). Mit anderen Worten: die Strukturen des Gelenkes passen sich den mechanischen Beanspruchungen an, und wohldosierte, quantitativ angemessene Bewegungen sichern den optimalen strukturellen Aufbau und damit auch die bestmögliche Funktion. Degenerative Vorgänge bei der Arthrose werden immer auch von regenerativen Prozessen begleitet. Regelmässig eintreffende Funktionsreize helfen, die von der destruktiven Degeneration bedrohten Strukturen zu erhalten. Diese trophisch wirksamen Reize vermögen funktionelle Einschränkungen, die sich v.a. im muskulären und periartikulären Gewebe manifestieren, wesentlich zu vermindern. Diese Verbesserungsmöglichkeiten sind oft von beeindruckendem Ausmass, was das Röntgenbild kaum erahnen lässt. Die Bewegungstherapie im Sinne der sog. Arthrosegymnastik ist wahrscheinlich das wirksamste Element in der konservativen Arthrosetherapie. Durch die aktive Physiotherapie kann die Lebensqualität bei Coxund Gonarthrose erheblich verbessert werden.
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