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Das Schütteltrauma - eine wenig bekannte Form der Kindesmisshandlung
Author(s) -
U Lips
Publication year - 2002
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2002.04410
Subject(s) - political science
Einleitung Der Freispruch des britischen Au-pair-Mädchens, in dessen Obhut vor einigen Jahren der Sohn eines amerikanischen Anwaltsehepaars starb, erregte in den Medien grosses Aufsehen. In der deutschsprachigen Berichterstattung wurde kaum erwähnt, dass der 8monatige an den Folgen eines Schütteltraumas starb. Der Freispruch wird in den USA sowohl in juristischen als auch medizinischen Fachkreisen immer noch heftig diskutiert; neben Verfahrensmängeln dürfte er zustande gekommen sein, weil Existenz und Gefährlichkeit des Schütteltraumas selbst in den USA, wo darüber schon seit längerem berichtet wird, auch in Fachkreisen noch zu wenig bekannt sind [1]. In der Schweiz überblickt allein die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich etwa zehn Fälle in den letzten fünf Jahren, im Kinderspital Zürich wurden in diesem Zeitraum drei Kinder mit schwerem Schütteltrauma betreut. Die Dunkelziffer des Krankheitsbildes dürfte hoch sein, da es bei uns noch zu wenig bekannt ist. Ziel dieses Artikels ist es, medizinische Fachkreise für diese spezielle Art der körperlichen Kindsmisshandlung zu sensibilisieren.

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