Hämatologie 2001: Die Stammzelle - von hier nach dort und retour
Author(s) -
U Nydegger
Publication year - 2001
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2001.04368
Subject(s) - philosophy , die (integrated circuit) , art , computer science , operating system
In diesem Titel ist das Wort retour das Schlaglicht! Bis vor kurzem glaubte man, dem Ausdruck «Stammzelle» wortwörtlich Rechnung tragend, dass sich dieser pluripotente Zelltyp durch Zellteilung und Differenzierung auf Einbahnstrassen in viele verschiedene Organe entwickeln könne; so verstanden ist die Stammzelle kein funktioneller Zelltyp. Die neu aufkommende Unterscheidung in embryonale, Nabelschnurund Knochenmark/Blut-Stammzelle änderte daran nichts, wobei gewisse Forscher glauben, besonders aus totipotenten embryonalen Zellen, wie auch aus embryonalen Reservezellen, ganze Organe zur reparativen Implantation heranzüchten zu können oder als Ausgangspunkt zu Behandlung und Heilung nosologischer Entitäten einzusetzen. Die Neuigkeit ist nun die, dass differenzierte Gewebszellen die Funktion einer Stammzelle wiedererlangen können und sich zu pluripotenten Stammzellen zurückentwickeln. Der differenzierte Zustand von Zellen ist demnach nichts Endgültiges und kann bei Bedarf rückgängig gemacht werden: man nennt dies «Plastizität» differenzierter Zellen (Abb. 1). Man konnte dies besonders gut bei hämatopoetischen, hepatischen, Muskelund Haut-Stammzellen zeigen, wie uns am 7. Basic Science Hämatologie 2001: Die Stammzelle – von hier nach dort und retour
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