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Meckel-Divertikel-Szintigraphie
Author(s) -
M Waldvogel,
SM Wildi,
M Arn
Publication year - 2001
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2001.04311
Subject(s) - chemistry
Ein bisher gesundes 7jähriges Mädchen wird hospitalisiert wegen wiederholtem Abgang von Blutkoageln ab ano bei sonst normalem Stuhlgang. Im Labor findet sich eine hypochrome mikrozytäre Anämie mit einem Hämoglobin von 10,2 g/dL. Die Ösophagogastroduodenoskopie ist normal. Im weiteren Verlauf kommt es zu wiederholten Blutungen ab ano und einem Absinken des Hämoglobins auf 8,5 g/dL. Bei Verdacht auf eine Meckel-Divertikelblutung wird eine Szintigraphie mit Tc-99m-Pertechnetat durchgeführt, welche den Befund eines Meckel-Divertikels zeigt (Abb. 1). Notfallmässig wird das MeckelDivertikel reseziert. Histologisch zeigt sich im Resektat die ulzerierte heterotope Magenschleimhaut des Meckel-Divertikels mit einem darunterliegenden grossen arteriellen Gefäss als Blutungsursache (Abb. 2). Das Meckel-Divertikel ist ein echtes Divertikel, das durch eine unvollständige Obliteration des Ductus omphaloentericus entsteht. Die Prävalenz beträgt 2%. Komplikationen treten in 4% in Form von Blutung, Obstruktion, Entzündung oder Neoplasie auf [1]. Die Hälfte der Divertikel enthalten heterotope Magenund/oder Pankreasmukosa. Die Säuresekretion durch die Parietalzellen der heterotopen Magenmukosa kann peptische Ulzera und gastrointestinale Blutungen verursachen [2]. Eine Helicobacter-Besiedelung kommt in diesen Ulzera praktisch nie vor [3]. Mit der Technetium 99m-Pertechnetat-Szintigraphie kann ektopische Magenmukosa nachgewiesen werden. Insbesondere bei pädiatrischen Patienten zeichnet sie sich durch eine gute Treffsicherheit aus [4]. Therapie der Wahl bei Komplikationen ist die Resektion des Divertikels. Meckel-Divertikel-Szintigraphie

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