Der Diabetes mellitus: Diagnose, Klassifikation und Pathogenese
Author(s) -
GA Spinas,
Roger Lehmann
Publication year - 2001
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2001.04147
Subject(s) - medicine , diabetes mellitus , endocrinology
Die revidierten Diagnosekriterien sind in Tabelle 1 wiedergegeben. Die ADA empfiehlt, die Diabetesdiagnose mittels der Nuchternplasmaglukose (NPG) zu stellen und auf den oralen Glukosetoleranztest (OGTT), ausser in speziellen Situationen, zu verzichten [1]. Die WHO hat die von der ADA empfohlenen diagnostischen Kriterien weitgehend ubernommen, geht jedoch nicht so weit wie die ADA, praktisch ganz auf den OGTT zugunsten der NPG zu verzichten; es wird empfohlen, die Diagnose aufgrund der NPG nur dann zu stellen, wenn die Durchfuhrung eines OGTT nicht praktikabel ist [2]. Wie aus verschiedenen Studien hervorgeht, diagnostizieren die beiden Teste (NPG und OGTT) nicht die gleichen Personen. Insbesondere entspricht die mittels NPG diagnostizierte Patientenkategorie mit gestorter Nuchternglukose nicht der mittels OGTT diagnostizierten Population mit einer gestorten Glukosetoleranz (GGT). Es wurde festgestellt, dass relativ viele Patienten mit einer gestorten Nuchternglukose nach Durchfuhrung eines OGTT als Diabetiker einzustufen waren [3]. Ferner haben epidemiologische Studien gezeigt, dass die gestorte Glukosetoleranz einen Risikofaktor fur kardiovaskulare Erkrankungen darstellt, nicht jedoch die gestorte Nuchternglukose [4].
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