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Akute Intoxikationen - was der Praktiker wissen sollte
Author(s) -
JJ Osterwalder
Publication year - 2001
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2001.04117
Subject(s) - political science
Unter dem Begriff Intoxikation oder Vergiftung verstehen wir nichts anderes als eine Überdosierung. Dies in Anlehnung an die seit 1573 gültigen und revolutionären Erkenntnisse von Paracelsus: «Alle Dinge sind Gift – und nichts ist ohn’ Gift – allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.» Dementsprechend lässt sich für jede Substanz ein giftiger Dosisbereich von einem ungiftigen unterscheiden. Von giftig spricht man, wenn ein bestimmter Stoff den Körper schädigt und/oder krank machende Reaktionen hervorruft. Akute Intoxikationen sind häufig. Das Schweizerische Toxikologische Informationszentrum (STIZ) hat 1998 über 19000 Fälle mit Gefährdungspotential registriert. Dem gegenüber stehen schätzungsweise 10000 neu auftretende Myokardinfarkte pro Jahr. Die Inzidenz von akuten Vergiftungen ist dementsprechend zweimal häufiger als die Inzidenz der zurzeit bedeutendsten Krankheit in den Industrienationen, dem Herzinfarkt. Trotzdem wird das Thema «Akute Intoxikationen» in medizinischen Zeitschriften und Fortbildungsveranstaltungen nur selten behandelt. Es scheint uns deshalb dringend notwendig, dass Ärzte und Pflegepersonal über dieses notfallmedizinisch relevante Gebiet informiert werden. Die vorliegende Artikelserie möchte in drei Arbeiten die wichtigsten praktischen Aspekte, d.h., den «state of the art» der ersten 30 Minuten im initialen Management von Vergiftungsnotfällen behandeln. Der vierte Beitrag bietet dem Leser Gelegenheit, das Besprochene anhand von Fallbeispielen zu verarbeiten. Dabei wollen wir nicht nur auf die häufigsten Vergiftungsursachen, nämlich auf die Medikamente hinweisen. Es werden auch relevante Aspekte der Publikumsprodukte und der chemisch-toxikologischen Stoffe, welche an zweiter bzw. dritter Stelle liegen, berücksichtigt. Akute Intoxikationen – was der Praktiker wissen sollte

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