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«Ich spende eine Niere!» Lebendnierenspende: Eine sinnvolle Option
Author(s) -
Michael Dickenmann,
F Brunner,
Jürg Steiger
Publication year - 2001
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2001.04110
Subject(s) - chemistry
Empfänger eines Lebendnierentransplantates haben im Vergleich zu Empfängern von Leichennieren ein besseres Langzeit-Transplantat-Überleben [1]. Dieser Vorteil besteht nicht nur für Transplantate von verwandten Nierenspendern, sondern auch für Nieren, welche von nicht verwandten Spendern stammen [2]. Die besseren Resultate der Lebendnierentransplantation lassen sich durch die kürzere Ischämiezeit und die Transplantation von «gesünderen», durchschnittlich jüngeren Nieren erklären. Wird bei einem chronisch niereninsuffizienten Patienten eine Lebendnierentransplantation rechtzeitig geplant, kann man eine Dialyse-Behandlung umgehen. Der Patient kann bei Erreichen eines terminalen Nierenversagens direkt (sogenannte «preemptive transplantation») transplantiert werden. Dadurch wird eine teilweise oder vollständige Einbusse der Arbeitsfähigkeit vermieden. Der Patient bleibt im Arbeitsprozess, was sein Selbstwertgefühl erhöht und weniger Kosten verursacht. Eine Lebendnierenspende bietet zudem die Möglichkeit, eine Transplantation zu dem Zeitpunkt durchzuführen, wo der Empfänger noch in guter physischer Verfassung ist. In der Schweiz beträgt die durchschnittliche Wartezeit auf eine Leichenniere in Abhängigkeit von der Blutgruppe des Empfängers 1–3 Jahre. Die Evaluation einer möglichen Lebendnierenspende macht deshalb auch bei Patienten, welche bereits dialysiert werden und auf der Leichennierenwarteliste sind, Sinn, da bei einem vorhandenen Lebendspender die Wartezeit verkürzt werden kann. Eignung als Lebendnierenspender

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