Links-posteriorer Faszikelblock bei inferiorem Myokardinfarkt
Author(s) -
D Tüller,
M Gertsch
Publication year - 2001
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2001.04102
Subject(s) - medicine
Eine siebzig Jahre alte Patientin musste sich wegen einer schweren koronaren Dreigefässerkrankung einer aortokoronaren Bypass-Operation unterziehen. Als kardiovaskuläre Risikofaktoren bestanden ein langjähriger Diabetes mellitus Typ 2, eine Hypercholesterinämie und eine arterielle Hypertonie. Drei Jahre später wurde sie uns zur Rekoronarographie zugewiesen, nachdem sie in einem auswärtigen Spital einen «nicht-lokalisierbaren» Myokardinfarkt erlitten hatte. Das EKG bei Eintritt (Abb. 1a) zeigte typische Merkmale eines linksposterioren Faszikelblocks (LPFB), dessen Charakteristika sind: (1) eine QRS-Dauer um 110 msec; (2) eine frontale QRS-Achse von +50 bis +75 Grad; (3) qR in II, III und aVF; (4) präterminales «slurring» der R-Welle als Ausdruck der verspäteten «intrinsicoid deflection» inferolateral in den Ableitungen aVF, III, V6 (hier V5); (5) fehlende S-Zacke in V6; (6) asymmetrisch negative T-Wellen in Abteilung III und aVF. Der extrem seltene LPFB ohne inferioren Infarkt hat eine steilere QRS-Achse von +80 bis +110 Grad. In der durchgeführten Ventrikulographie (Abb. 2) fand sich eine ausgeprägte inferiore Akinesie, entsprechend einem abgelaufenen inferioren Myokardinfarkt. Auswurffraktion: 35%. Links-posteriorer Faszikelblock bei inferiorem Myokardinfarkt
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