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Konservative Therapie lumbaler Rückenschmerzen
Author(s) -
M Caravatti,
B Kleinert,
BA Michel
Publication year - 2001
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2001.04055
Subject(s) - medicine , philosophy
Der akute lumbale Rückenschmerz gehört zum hausärztlichen Alltag. Obwohl in den meisten Fällen das Problem banal und der Verlauf selbstlimittierend ist, wird ein Grossteil der Patienten durch die invalidisierenden Schmerzen stark verunsichert. In dieser Situation sind klare therapeutische Leitlinien gefragt. Im Zentrum stehen neben der medikamentösen und manualtherapeutischen Schmerzbehandlung die eingehende Aufklärung des Betroffenen über den grundsätzlich benignen Charakter und die günstige Prognose seiner Beschwerden. Dieses Vorgehen hilft unbegründete Ängste und Befürchtungen, welche den Heilungsverlauf behindern könnten, abzubauen. Vollständige Entlastung und Schonung stellen ein überholtes Konzept dar, weil dadurch die Dekonditionierung gefördert und die Rückkehr an den Arbeitsplatz unnötig verzögert wird. Neuere Erkenntnisse weisen auf die Wichtigkeit der tiefen Rückenmuskulatur als segmentale Stabilisatoren hin. Ihre Funktion ist bei Patienten mit Kreuzschmerzen gestört und ihre Behandlung geht mit einer Abnahme der Rückfallrate einher. Die Rehabilitation dieser Muskeln bei lumbalen Kreuzschmerzen stellt deshalb ein wichtiges Element der Sekundärprävention dar. Die Rehabilitation von Patienten mit chronischen Rückenbeschwerden ist wesentlich komplexer und lastet nicht nur auf den Schultern eines medizinischen Behandlungsteams. Ihr Erfolg basiert vor allem auf einer gut funktionierenden Kommunikation und konstruktiven Interaktion zwischen allen Beteiligten, zu denen auch die Angehörigen, der Arbeitgeber und die Versicherungen zählen. Das übergeordnete Ziel ist die Lebensqualität des Rehabilitanden zu verbessern, um ihm eine menschengerechte Existenz zu ermöglichen. Zudem soll sie dazu dienen, die eskalierenden Kosten, welche durch das vorzeitige Ausscheiden der Betroffenen aus dem Arbeitsprozess und durch Invalidisierung entstehen, zu verringern. Der Einbezug von psychosozialen Faktoren und ein koordiniertes, interdisziplinäres Vorgehen stehen dabei im Zentrum. Einleitung

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