Stationäre Psychiatrische Kurzzeit-Krisenintervention am Basler Universitätsspital - wer wird behandelt und wie ist der weitere Verlauf?
Publication year - 2010
Publication title -
schweizer archiv für neurologie und psychiatrie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-3686
pISSN - 0258-7661
DOI - 10.4414/sanp.2010.02124
Subject(s) - political science
Seit Anfang 1991 besteht am Universitätsspital Basel eine an die dort integrierte Psychiatrische Poliklinik angeschlossene Kriseninterventionsstation (KIS), die bald zu einem wichtigen Standbein der psychiatrischen Versorgung in der Region Basel wurde. Zur «Regio Basiliensis»werden nebst demKantonBaselStadtmit knapp 2Einwohnern auch die benachbarten Kantone Baselland und teilweise Solothurn sowie die grenznahen Gebiete in Deutschland und Frankreich gezählt. Für Basel-Stadt erfolgt die ambulante psychiatrische Versorgung neben der Psychiatrischen Poliklinik am Universitätsspital durch die niedergelassenen Psychiaterinnen und Psychiater. Die stationäre Versorgung erfolgt zum Grossteil durch die Psychiatrische Universitätsklinik sowie durch ein weiteres, privates Spital, das allerdings nicht für akute Aufnahmen zur Verfügung steht. Konzeptuell handelt es sich um die Möglichkeit einer kurzzeitigen, in der Regel auf vier Tage beschränkten stationären Aufnahme im Rahmen des Allgemeinspitals mit einem strukturierten Behandlungsprogramm durch ein multiprofessionelles Team von psychiatrischen und weiteren Fachkräften (zum Untersuchungszeitpunkt acht Betten mit Oberarzt 50%, Pflegeleitung 80%, Assistenzarzt 100%, Pflege 870%, Pflegeassistentin 100% und Sozialarbeiterin 50%). Die Aufnahme erfolgt täglich während 24 Stunden niederschwellig viaNotfallstation desUniversitätsspitals oder auf direkte Zuweisung über die Psychiatrische Poliklinik. Aufgrund des offenen Rahmens innerhalb des Universitätsspitals gilt als Kontraindikation für eine Aufnahme das Vorliegen einer akuten Eigenoder Fremdgefährdung, einer im Vordergrund stehenden Suchtproblematik sowie eine akute psychotische Dekompensation. Bei allen Patienten werden zwei Kriseninterventionsgespräche täglich durch den Arzt durchgeführt, davon einmal täglich inAnwesenheit des ganzen Behandlungsteams («Visite»). Inhaltlich richten sich die Gespräche nach dem von uns publizierten Kriseninterventionskonzept, das sich vor allemdurchUnverzüglichkeit und Problemorientierung auszeichnet [1]. Die einzelnen Schritte beinhalten dabei Beziehungsaufbau, Gewährleistung von Sicherheit, Stressreduktion und emotionale Entlastung, Problemdefinition, Ressourcenaktivierung, ProblembewältiStationäre Psychiatrische Kurzzeit-Krisenintervention am Basler Universitätsspital
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