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Kritische Anmerkungen zur evidenzbasierten Psychiatrie
Publication year - 2006
Publication title -
schweizer archiv für neurologie und psychiatrie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-3686
pISSN - 0258-7661
DOI - 10.4414/sanp.2006.01714
Subject(s) - political science
Die Notwendigkeit von Qualitätsbeurteilungen ist unbestritten. Es ist höchst verdienstvoll, wenn Ärzte, Therapeuten und kritische Laien Zugang zu Studien haben, welche die Resultate einer Behandlungsmethode überprüft haben.Es ist ebenso verdienstvoll,wenn zum Beispiel in psychiatrischen Lehrbüchern [1] versucht wird, nicht nur Expertenmeinungen, sondern empirische Befunde zusammenzufassen. Meine kritischen Bemerkungen richten sich nicht gegen die Qualitätsbeurteilung als solche oder gar gegen empirische Befunderhebungen, sondern fragen nach den Konsequenzen einer bestimmten Art von Qualitätsmessung und Evidenz für die heutige Psychiatrie und Psychotherapie. Auch Art und Umfang der Qualitätsund Erfolgsmessung steht zur Diskussion, vor allem aber die langfristigen Folgen einer zu Vergleichszwecken nötigen Vereinheitlichung therapeutischer Ansätze. Meine Ausführungen gehen von einer These aus und diskutieren die folgenden vier Punkte: 1. Zeitgeschichtlicher Hintergrund, 2. Wahrscheinlichkeit und Wahrheit, 3. Möglichkeiten und Grenzen der Statistik, 4. Gefahr der Ideologisierung von evidenzbasierter Medizin.

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