Guideline: akute Polyradikulitis (Guillain-Barré-Syndrom, GBS)
Author(s) -
Thierry Küntzer,
Peter Fuhr,
J Radziwill,
J Steck
Publication year - 2000
Publication title -
schweizer archiv für neurologie und psychiatrie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-3686
pISSN - 0258-7661
DOI - 10.4414/sanp.2000.01188
Subject(s) - guideline , guillain barre syndrome , medicine , pediatrics , pathology
Das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) ist ein klinisches Syndrom, für das 1978 zum erstem Mal diagnostische Kriterien geschaffen wurden. Im Verlauf von epidemiologischen Studien entwickelte sich eine klinische Akzeptanz für die diagnostischen Kriterien, welche als Minimalanforderung für die Diagnose des Guillain-Barré-Syndroms betrachtet werden. Wir unterscheiden das klassische Guillain-Barré-Syndrom als akute demyelinisierende Polyradikulitis von einigen Varianten wie z.B. den rein motorischen Formen, den vorwiegend sensorischen Formen oder den primär axonalen Formen. Ausserdem wurden Assoziationen zwischen klinischen Charakteristika, spezifischen Infektionen und dem Vorhandensein von Antigangliosid-Antikörper gefunden. Da es sich beim Guillain-Barré-Syndrom nicht um eine eng umschriebene pathologische Entität, sondern um eine klinisch heterogene Autoimmunerkrankung des peripheren Nervensystems handelt, die vermutlich durch verschiedene Auslöser induziert werden kann und deren Diagnose sich auf klinische und elektrophysiologische Charakteristika stützt, versuchen diese Richtlinien eine diagnostische und auch therapeutische Orientierung für den Grundversorger darzustellen. Die Diagnose dieses Krankheitsbildes und vor allem die Indikation zu einer meist kostenintensiven Therapie sollten dem neurologisch ausgebildeten Arzt vorbehalten bleiben.
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