To pay or not to pay is not the only question
Author(s) -
Urs Brgger
Publication year - 2019
Publication title -
schweizerische ärztezeitung
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4004
pISSN - 0036-7486
DOI - 10.4414/saez.2019.18152
Subject(s) - pay for performance , willingness to pay , pay equity , economics , business , labour economics , microeconomics , incentive
Das legendäre Myozyme-Urteil des Bundesgerichts aus dem Jahre 2010 enthielt bereits alle wichtigen Elemente des Dramas von heute um teure Medikamente für seltene und schwere Krankheiten. «Soll für Myozyme, dem damals einzigen zugelassenen Medikament für Morbus Pompe, eine schwere erblich bedingte und seltene Stoffwechselkrankheit, ein Preis von rund CHF 500 000 pro Jahr von der Kasse bezahlt werden?», war die Frage. Der zu erwartende Nutzen war gemäss der damaligen dürftigen Studienlage bescheiden. Eine Patientin klagte; das Bundesgericht stützte letzt instanzlich den Entscheid der Kasse, die Kostengutsprache wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit abzulehnen. Die Problematik ist bis heute die gleiche. Sie wird im Beitrag von Jung et al. deutlich illustriert (siehe S. 1354 dieser Ausgabe). Die Autoren schlagen einen innovativen Lösungsansatz zum Art. 71 KVV vor. Dieser soll Geschwindigkeit, Qualität und Fairness bei der Entscheidungsfindung verbessern, ohne das Kriterium der Wirtschaftlichkeit aus den Augen zu verlieren. Es lohnt sich, die drei zugrunde liegenden Themenfelder durch die gesundheitsökonomische Brille zu betrachten.
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