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Informationssicherheit beim Cloud Computing
Author(s) -
Thomas Kessler
Publication year - 2017
Publication title -
schweizerische ärztezeitung
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4004
pISSN - 0036-7486
DOI - 10.4414/saez.2017.06161
Subject(s) - cloud computing , computer science , operating system
Beim Cloud Computing (oder «Rechnen in der Wolke») befinden sich Informatikanwendungen oder Daten nicht mehr lokal beim Anwender, sondern zentral bei einem Cloud-Service-Anbieter. Diese Verschiebung der IT in die Cloud hat auch in der Arztpraxis längst begonnen und lässt sich nicht aufhalten. Das Tempo ist aber für die verschiedenen Anwendungsfälle unterschiedlich: – Am weitesten verbreitet ist der Datenaustausch über die Cloud. Streng genommen handelt es sich bei einem externen E-Mail-Postfach (z.B. HIN Mail, bluewin oder gmail) bereits um eine Cloud-Lösung mit mehr (oder eben weniger) Sicherheit. Leider werden auch Cloud-Speicher wie Dropbox oder WeTransfer für den Austausch von grossen Datenmengen verwendet, indem der Absender die Daten zwischenspeichert und dem Empfänger die Adresse für den Zugriff (Hyperlink) zustellt. – Die zeitlich unbefristete Datenablage in der Cloud ist heute in der Konsumelektronik gang und gäbe, wobei gerade das Gesundheitswesen (z.B. Fitness-Tracker) hierbei eine Vorreiterrolle spielt. Auch Hersteller von Laborgeräten und anderen Medizinalgeräten (z.B. für Radiologie) haben diesen Trend aufgenommen und transferieren erfasste Daten auf eigene zentrale Speicher. – Die Datenverarbeitung in der Cloud über sogenannte Software as a Service (SaaS) Lösungen erlebt derzeit in verschiedenen Branchen einen rasanten Aufschwung, der auch Arztpraxen erfasst hat. Die meisten Hersteller führen heute eine Praxissoftware as a Service im Angebot und forcieren Cloud-basierte Archivierungssysteme. Diese Lösungen dürften sich flächendeckend durchsetzen, sobald noch bestehende Vorbehalte bezüglich Datensicherheit und Netzwerkzuverlässigkeit ausgeräumt sind. – Der Cloud Desktop, bei dem das Endgerät des Anwenders nur noch als Bildschirm für den beim CloudAnbieter betriebenen Arbeitsplatz dient, wäre die wohl konsequenteste Form des Cloud Computing. Ob und wann dies auch für eine Arztpraxis praktikabel wird, lässt sich derzeit allerdings kaum abschätzen.

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