Das Schweizer Gesundheitswesen in Not?
Author(s) -
Lutz von Laer
Publication year - 2017
Publication title -
schweizerische ärztezeitung
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4004
pISSN - 0036-7486
DOI - 10.4414/saez.2017.05837
Subject(s) - medicine
Nahezu immer enden derartige Kommentare in einer Polemik, oft zu Ungunsten der Ärzteschaft. Dabei sind die Probleme um das Gesundheitswesen weitaus komplexer, als sie dargestellt werden, und sie können keinesfalls einer einzigen Gruppe angelastet oder gar einfach nur durch simple Sparmassnahmen gelöst werden. Bevor man versucht, die Kosten im Gesundheitswesen «in den Griff» zu bekommen, sollte man daher zuerst eine Analyse der Situation vornehmen, um zu sehen, an welchen Punkten – wenn überhaupt – eingegriffen werden könnte: • Im ambulanten Bereich wird nach dem TARMED abgerechnet, einem Einzelleistungstarif mit einer Zeitund einer technischen Komponente. Jede Form eines Einzelleistungstarifes (ELT) setzt – wie schon der Name sagt – den Anreiz in die Leistung. Das bringt zwangsläufig den Verdacht mit sich, dass über das medizinisch erforderliche Mass hinaus Leistungen – aus kommerziellen Gründen – erbracht werden.
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