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Zu oft die richtige Diagnose verfehlt
Author(s) -
Werner Golder
Publication year - 2017
Publication title -
schweizerische ärztezeitung
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4004
pISSN - 0036-7486
DOI - 10.4414/saez.2017.05356
Subject(s) - die (integrated circuit) , materials science , nanotechnology
Das Misstrauen gegenüber der Teleradiologie ist nicht neu. So faszinierend es ist, selbst umfangreiche Datensätze bildgebender Diagnostik jeglicher Modalität mittels elektronischer Übertragungstechnik in kürzester Zeit an jeden beliebigen Ort zu senden, so bestechend es ist, auf diesem Weg konsiliarisch die Meinung von Spezialisten und Subspezialisten zu schwierigen Fragen einzuholen, ebenso problematisch kann der Umgang mit dieser Technik in der klinischen Praxis sein. Als die Teleradiologie vor etwa zwei Jahrzehnten aufkam, setzte man in sie zunächst vor allem die Hoffnung, die in manchen Ländern aufgrund des Mangels an Radiologen zum Teil grotesk langen Wartezeiten bis zur Fertigstellung der kritischen Befundberichte im Routinebetrieb zu verkürzen und andere Versorgungslücken zu decken. Diese Erwartungen waren realistisch und haben sich vielerorts auch erfüllt. Heute aber sind teleradiologische Netzwerke mehrheitlich gleichbedeutend mit der Organisation der fachbezogenen Dienstleistungen bei Nacht sowie an Sonnund Feiertagen. Die professionelle, in manchen Ländern von international agierenden Teleradiologie-Agenturen mit nicht unbeträchtlichem Erfolg kommerzialisierte Vermittlung sogenannter «Off Site Reporter» für die Interpretation radiologischer Bilddatensätze ist vor allem in den USA, in Grossbritannien und in einigen Stadtstaaten Südostasiens, z.B. Singapur, zu einer prototypiTÉLÉRADIOLOGIE

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