Care-Koordinatorin: Resultate einer Pilotstudie
Author(s) -
Maria M. Wertli,
Thomas Beck,
Kristina Tänzler,
Manuela Steinacher,
Martin Perrig,
Drahomir Aujesky
Publication year - 2017
Publication title -
schweizerische ärztezeitung
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4004
pISSN - 0036-7486
DOI - 10.4414/saez.2017.05347
Subject(s) - medicine
Eine Befragung im Rahmen einer Begleitstudie zur Einführung der SwissDRG zeigte, dass die administra tive Belastung der akutsomatisch tätigen Ärztinnen und Ärzte (nachfolgend Ärzte) laufend zunimmt [1]. Be sonders davon betroffen sind Assistenzärzte, die nur noch ca. einen Drittel ihrer Tagesarbeitszeit für patien tennahe medizinische Tätigkeiten aufwenden [2]. Ins besondere an Universitätsspitälern hat das Ausmass an administrativen und koordinativen Funktionen der Assistenzärzte aufgrund der zunehmend anspruchs vollen Betreuung der multimorbiden und komplexen Patienten ein geradezu bedenkliches Ausmass erreicht. So zeigte eine prospektive Studie auf der Inneren Medizin am CHUV, dass die Assistenzärzte lediglich während 16% ihrer Tagesarbeitszeit direkten Patien tenkontakt hatten [3]. Die Assistenzärzte verbrachten täglich 5,4 Stunden (46% der Arbeitszeit) am Computer, um Patientenverläufe zu schreiben, Berichte zu verfas sen oder für andere patientenbezogene administrative Tätigkeiten. Die verbleibende Tagesarbeitszeit verteilte sich auf andere administrative Aufgaben wie Versiche rungsanfragen, Codierungsaufgaben sowie Lehre und Weiterbildung [1, 3]. Bisherige Massnahmen zur administrativen Entlas tung der Ärzte beinhalteten den Einsatz von Sekreta riatspersonal, welches v.a. im Berichtswesen (Schreiben von Ein und Austrittsberichten und z.T. Verlaufs einträgen, Bestellen von Vorberichten und befunden) Entlastung schuf [4]. Die Anmeldung und Koordi nation von Untersuchungen und Konsilien sowie die inhaltliche Planung der Spitalentlassung und der Nach betreuung (z.B. Kontaktaufnahme mit den nachbe treuenden Ärzten, Spitex, Rehabilitationen) sind in der Regel weiterhin Kernaufgaben der Assistenzärzte. Im Ausland übernimmt zunehmend nichtärztliches Personal (Nurse Practitioners, Physician Assistants, Physician Associates) unter ärztlicher Aufsicht Auf gaben in der klinischen Patientenbetreuung, aber auch administrative Tätigkeiten wie Anfordern von Konsi lien, radiologischen Untersuchungen und Labortests [5]. Gemäss informellen Berichten gibt es auch im Schweizer Spitalbereich mittlerweile verschiedene Modelle zur ärzt lichen Entlastung durch geschultes nichtärztliches Personal. Zu den Beispielen gehören Clinical Nurses, PatientenCoaches oder Nurse Practi tioners auf internistischen und chirurgischen Klini ken, die unter ärztlicher Supervision Teile der koordi nativadministrativen und klinischen Stationsarbeit übernehmen, indem sie beispielsweise täglich Patien ten visitieren, Angehörigengespräche führen, Medika mente verordnen und Konsilien und Untersuchungen anmelden. Obwohl informelle Rückmeldungen zu diesen Projekten positiv sind, fehlen unseres Wissens formelle Evaluationen zur Effektivität solcher Modelle. Um Nutzen und Kosten eines Einsatzes von nichtärzt lichem Personal zur Entlastung der Assistenzärzte in der stationären Allgemeinen Inneren Medizin zu testen, führten wir auf einer Bettenabteilung der Universitäts Coordinatrice des soins: résultats d’une étude pilote
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