Und falls der Brexit nur der Anfang war?
Author(s) -
Remo Osterwalder
Publication year - 2016
Publication title -
schweizerische ärztezeitung
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4004
pISSN - 0036-7486
DOI - 10.4414/saez.2016.04931
Subject(s) - brexit , political science , international trade , economics , european union
Nein, ich habe keine Glaskugel und kann auch nicht exakt voraussagen, wie sich der Austritt von Grossbritannien aus der Europäischen Union (EU) auf unser Gesundheitswesen auswirken wird. Dennoch gibt es einige Indizien wirtschaftlicher Natur, welche auf mögliche Szenarien Antworten geben. Ich werde dabei die Bereiche Personal, Preise und Wirtschaftsleistung beleuchten. Damit das Gesundheitswesen funktioniert, muss Grossbritannien wie die Schweiz sehr viele Ärztinnen und Ärzte (35,4%) aus dem Ausland rekrutieren. Dabei erweist sich ein staatliches Gesundheitssystem (NHS) als nachteilig: Im Vergleich zu unserem relativ liberalen System lässt sich die Attraktivität des Arztberufes weniger leicht anpassen, entsprechend rasch fehlt der Nachwuchs. Zwischen den zwei Systemen gibt es aber durchaus auch Parallelen: Gleich wie die Schweiz ist Grossbritannien möglicherweise mit einer deutlich eingeschränkten Personenfreizügigkeit konfrontiert. Für Gesundheitssysteme, welche wesentlich auf ausländisches Fachpersonal angewiesen sind, stellt eine Einschränkung des freien Personenverkehrs ein Risiko dar und kann insbesondere in Spitälern zu Versorgungsengpässen führen. Momentan lässt sich bei uns noch kein Trend zu alternativen Lösungen er-
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