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SwissDRG zwingt Spitäler zur Produktivitätssteigerung
Author(s) -
Thomas Kaufmann,
G. Schüpfer
Publication year - 2016
Publication title -
schweizerische ärztezeitung
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4004
pISSN - 0036-7486
DOI - 10.4414/saez.2016.04659
Subject(s) - computer science
Seit dem 1. Januar 2012 werden in der Schweiz stationäre Spitalleistungen durch Fallpauschalpreise nach SwissDRG vergütet. Die gut 10 000 Diagnosen und 20 000 Therapien werden einer von etwas über 1000 DRG-Gruppen zugeteilt. Jede DRG erhält ein Kostengewicht, welches multipliziert mit der für jedes Spital individuellen Baserate (Basispreis) den Preis der Leistung ergibt. Das durchschnittliche Fallgewicht aller Behandlungen in der Schweiz sollte ein Kostengewicht von 1,0 erhalten. Das ist nicht zu erreichen, weil weniger als 20% der Fälle für die Berechnungen beigezogen werden. Zudem werden nicht plausible Fälle gelöscht, um Ausreisser bezüglich Kosten zu eliminieren. Dies führt zur Senkung des Mittelwertes für das Fallgewicht, da Ausreisser nach oben häufiger sind als solche nach unten, welche zudem durch den Kurzliegerabschlag aufgefangen werden. Für jede DRG wird eine Normliegedauer berechnet und sogenannte «Outliers» definiert, bei deren Über-, resp. Unterschreiten der Fallpreis angepasst wird. Basierend auf den Daten der jeweils letzten zwei Jahre werden diese Werte jährlich neu berechnet und der Algorithmus des Groupers (entsprechende Gruppierungssoftware) adaptiert, so dass die gleiche Behandlung im neuen Grouper einer anderen DRG zugeordnet wird. 2015 werden in unserer breit diversifizierten Stichprobe1 49% der Fälle einer anderen Gruppe zugeordnet.

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