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Sterben: Schicksal, Selbstbestimmung oder beides?
Author(s) -
Anita Lanz
Publication year - 2015
Publication title -
schweizerische ärztezeitung
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4004
pISSN - 0036-7486
DOI - 10.4414/saez.2015.03200
Subject(s) - philosophy
Eigentlich bin ich seit Ende Juni, vier Jahre nach erreichtem Pensionsalter, im Ruhestand. Aber noch immer erreichen mich Hilferufe, die ich nicht überhören kann. Von einem, der mich vor ganz neue Herausforderungen stellte, sei hier die Rede. Bei Anna, Jahrgang 1959, wurde im Sommer 2012 die Diagnose eines fortgeschrittenen Mammakarzinoms gestellt, als sie einen Arzt aufsuchte wegen eines Tumors in der Brust, der schon exulzeriert war. Es folgte eine schulmedizinische Therapie mit Chemotherapien und Bestrahlungen in verschiedenen renommierten Spitälern. Im Januar 2013 besuchte sie auf Empfehlung eines Bekannten einen geheilten Krebspatienten im Appenzellischen. Dieser verhielt sich korrekt, erzählte ihr seine Geschichte, die seine Geschichte sei, wie er immer wieder betonte, und dass er persönlich gut gefahren sei mit dem Buch Die neue Anti-Krebs-Ernährung – wie Sie das Krebs-Gen stoppen. Er verlangte kein Honorar für die Konsultation, er bot aber Anna an, sie zu unterstützen, wenn sie sich anders ernähren wolle. Eigentlich waren noch zwei Chemotherapien vorgesehen, aber nach Abschluss der ersten Chemo wechselte Anna zu einer homöopathischen Behandlung. Ein anderer Bekannter empfahl Anna einen Geistheiler.

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