Kräfte zwischen Stoff und Geist / Über die zerronnenen Träume der Homöopathie
Author(s) -
Michael Ruegg
Publication year - 2007
Publication title -
schweizerische ärztezeitung
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4004
pISSN - 0036-7486
DOI - 10.4414/saez.2007.12872
Subject(s) - geist , philosophy , epistemology
Einleitung Die Homöopathie erhebt Anspruch auf strenge Wissenschaftlichkeit. In eigentümlichem Kontrast dazu stehen ihre zwei grossen metaphysischen Prinzipien: das Ähnlichkeitsgesetz (Similia similibus curentur) und die Arzneikraftentwicklung (Potenzierung). Diese Ausführungen werden sich auf eine Betrachtung des zweiten Prinzips beschränken; zum einem deshalb, weil in der Streitfrage um die wissenschaftliche Legitimation der Homöopathie das – wohl nicht weniger fragwürdige – Ähnlichkeitsgesetz eine völlig untergeordnete Rolle spielt, zum anderen, weil die hier dargestellte Problematik im Zusammenhang mit unfassbaren Kräften in vielerlei Hinsicht exemplarisch ist und auch andere ganzheitliche Konzepte berührt, z.B. die anthroposophische oder die chinesische Medizin.
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