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Psychiatrische Aspekte des Internets. Nutzen und Risiken eines neuen Kommunikationssystems
Author(s) -
Thomas Knecht,
Med Thomas,
Knecht Sucht,
Psychiatrische Forensik
Publication year - 2005
Publication title -
schweizerische ärztezeitung
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4004
pISSN - 0036-7486
DOI - 10.4414/saez.2005.11361
Subject(s) - political science
Das Internet erweitert unsere direkt erfahrbare Lebenswelt um eine enorme virtuelle Dimension, welche weit über die herkömmlichen Massenmedien hinausführt. Gegenüber diesen hat das Internet zudem den Vorteil, den augenblicklichen Bedürfnissen des einzelnen Benutzers viel weiter und prompter entgegenkommen zu können. Damit wird es jedoch zu einem prägenden Faktor unseres Wissensstandes, unserer Befindlichkeit, letztlich unserer persönlichen Entwicklung. Es steht die Frage im Raum, ob seine Nutzung für einzelne (vulnerable?) Individuen allenfalls sogar pathogene Wirkungen entfalten kann. Nach konservativen Schätzungen nutzen 200 Millionen Menschen in 135 Ländern das Internet, 20–30 Millionen tun es sogar täglich. Damit ist der «Cyberspace» für viele zu einem bedeutsamen Teil ihrer Erfahrungswelt geworden. Für einige ist das Begehen des virtuellen Raumes offenbar bereits so zeitintensiv und lebensbestimmend geworden, dass ihr soziales Navigieren in der realen Welt dadurch beeinträchtigt wird. Bevor wir uns der Frage der Psychopathogenität des Internets zuwenden, sei kurz auf die zahlreichen Errungenschaften hingewiesen, welche sich das Medizinalwesen einschliesslich der Psychiatrie heute schon zunutze zu machen weiss.

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