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Evidence-based-Medicine: Segen ohne/oder mit/Grenzen
Author(s) -
Med Lansel
Publication year - 2001
Publication title -
schweizerische ärztezeitung
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4004
pISSN - 0036-7486
DOI - 10.4414/saez.2001.08337
Subject(s) - political science
Im Zusammenhang mit dem Thema Qualitätssicherung ist heute Evidence-based Medicine (EBM) zu einem Schlüsselbegriff und ... Modewort [1] geworden. Dabei feiern die einen ihren Siegeszug und proklamieren sie als die wissenschaftlich fundierte Methode diagnostischer Entscheidungsfindung und therapeutischen Wirkens. Andere fürchten sich «davor, dass Guidelines als Richtschnur und Kontrollinstrument für unser ärztliches Handeln herangezogen werden» [2]. Und Dritte wundern sich schliesslich über solche Euphorie über ein in seinem Wesen doch uraltes Verfahren. Tatsächlich gibt es empirische Forschung auf jeden Fall schon seit der Renaissance. Hier ist an Leonardo da Vincis einzigartigen Naturuntersuchungen, etwa seine anatomischen Studien, zu denken, die im Credo gründen: «[...] meine Absicht ist es, erst die Erfahrung anzuführen und sodann mit Vernunft zu beweisen, warum diese Erfahrung auf solche Weise wirken muss.» [3] Diese Auffassung – von zahlreichen Zeitgenossen geteilt – führte zu fundamentalen Veränderungen in Naturwissenschaft und Technik, die schliesslich zur Epoche des neuzeitlichen Europa überleiteten.

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