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Die OPTICA-Studie
Author(s) -
Katharina Tabea Jungo,
Axel Löwe,
Sophie Mantelli,
Rahel Meier,
Nicolas Rodondi,
Sven Streit
Publication year - 2018
Publication title -
primary and hospital care allgemeine innere medizin
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 2297-7163
pISSN - 2297-7155
DOI - 10.4414/phc-d.2018.01716
Subject(s) - political science
Die Digitalisierung der Medizin schreitet stetig voran. Häufig wird die Technisierung der Arbeitsprozesse skeptisch betrachtet, hat sich doch der bürokratische Aufwand im gleichen Zeitrahmen nicht verringern lassen. Gerade in der Hausarztmedizin, in der eine vertrauensvolle Arzt-Patienten-Beziehung von besonderer Wichtigkeit ist, ist dies eine ernüchternde Erkenntnis. Andererseits trägt die Digitalisierung unbestreitbar auch grosses Potenzial in sich, mit der Hoffnung auf zeiteffiziente Erleichterung der Arbeitsprozesse, einen Mehrwert für Patient/-innen und sinkende Kosten durch intelligente Nutzung immer grösser werdender Datenmengen in den elektronischen Krankenakten. Die Frage, wie diese sinnvolle Nutzung aussehen soll und realisierbar ist, betrifft uns alle. Ein aktuell intensiv beforschter Wissenschaftszweig mit hohem erwartetem Anwendungsnutzen ist die softwareunterstützte Medikamentenüberprüfung. Dabei deuten bisherige Forschungsergebnisse einerseits einen klinischen Nutzen für Patient/-innen mit zahlreichen Medikamenten an, bei denen das Risiko ungeeigneter Verschreibungen erhöht ist [1]. Andererseits erhoffen sich die öffentliche Hand und die Krankenkassen finanzielle Entlastungen durch Vermeidung von Mehrkosten durch unerwünschte Arzneimittelwirkungen und Krankenhauseinweisungen, die erwiesenermassen häufig aus schlecht eingestellten Medikationen resultieren [2, 3]. Mit der Fragestellung, ob softwareunterstützte Medikamentenüberprüfungen bei älteren, multimorbiden Patient/-innen mit Polypharmazie eine Verbesserung der bisFür die Umsetzung der OPTICA-Studie zur Optimierung von Medikamenten bei älteren Menschen mit Polypharmazie ist unser Studienteam auf die Mithilfe von Hausarztkolleg/-innen angewiesen. Bei vergleichbaren Studien im Inund Ausland war dabei meist die Rekrutierung wegen der tiefen Teilnehmerzahlen von Hausärzt/-innen ein Hauptproblem. Deswegen fuhren wir persönlich in allen Hausarztpraxen vorbei, die wir für eine Teilnahme gewinnen wollten. Das hat sich bewährt. An dieser Stelle wollen wir von unserer Erfahrung berichten und Mut machen, der Rekrutierung von Hausärztinnen/-ärzten genügend Zeit, Ressourcen und Freude zu widmen, um erfolgreiche Forschung aus der Praxis für die Praxis zu erreichen.

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