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Jedem Präsidenten (s)eine Initiative?
Author(s) -
Philippe Luchsinger
Publication year - 2018
Publication title -
primary and hospital care allgemeine innere medizin
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 2297-7163
pISSN - 2297-7155
DOI - 10.4414/phc-d.2018.01711
Subject(s) - political science
Hausund Kinderärzte sind offensichtlich Initiativenaffin. Nicht ganz so wie die eine grosse Schweizer Partei, und nicht unbedingt in deren Sinn, aber was soll’s. Wir engagieren uns, auch ausserhalb unserer Sprechstunde, ausserhalb unseres Gärtchens, für das ganze Gesundheitswesen, und auch darüber hinaus. Eigentlich ist es ja aus ökonomischen Gründen widersinnig, sich selbst die Arbeit wegzunehmen, langfristig darauf hinzuarbeiten, weniger «Kunden» zu haben. Aber so sind wir Hausund Kinderärzte eben: wir denken nicht nur an uns, sondern an alle um uns herum. Und übernehmen Verantwortung, wenn wir hinter einer Idee stehen. Schon seit jeher tut sich die Schweiz schwer mit der Tabakprävention. Nicht ganz unschuldig ist natürlich die mächtige Lobby der Tabakindustrie, die es immer wieder fertigbringt, die lukrativen Geschäftsfelder offen zu halten. Die Kosten tragen die anderen, zuerst natürlich die direkt Betroffenen, und dann wir alle, über Steuern und Krankenkassenprämien. Eine Sucht erkrankung wird als «Selbstverantwortung» verharmlost, Daten zur Schädigung werden konsequent gefälscht, Meinungsmacher gekauft: das ganze Programm. Neuestes Beispiel: Reto Auer vom Berner Institut für Hausarztmedizin hat eine Studie veröffentlicht, die aufzeigt, wie viele gefährliche Stoffe diese neuen «harmlosen» Tabak-Devices abgeben [1]. Am nächsten Tag wollte Philip Morris Reto korrigieren, und die «richtigen» Daten liefern! Der Einfluss der Tabaklobby hat es geschafft, das Tabakpräventionsgesetz zu einem zahnlosen Instrument zu machen. Unterstützt wurde sie dabei durch ein Parlament, das offensichtlich nicht an der Gesundheit der Bevölkerung interessiert ist, und einfache und günstige Prävention ablehnt. Erfolgreiches Vorgehen wie dasjenige in Australien (um nicht Europa zu bemühen) wird einfach ausgeblendet. Und die Jungen werden ihrem Schicksal überlassen. So kam die Idee auf, Gegensteuer zu geben. Wie macht man das am effizientesten? Nach wenigen Diskussionen schon war klar, dass es dazu eine Volksinitiative Philippe Luchsinger

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