Allgemeinärzte – ein auslaufendes Luxusmodell
Author(s) -
Bernadette Hä Iger Berger
Publication year - 2017
Publication title -
primary and hospital care allgemeine innere medizin
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 2297-7163
pISSN - 2297-7155
DOI - 10.4414/phc-d.2017.01456
Subject(s) - political science
Sehr geehrte Redaktion Auch wenn ich Gefahr laufe, alte Freunde zu verlieren und neue Feinde zu gewinnen, werde ich klaren Text reden: Die Massnahmen, die im Artikel vorgeschlagen werden, sind ein unwirksames Flickwerk. Der Schwund der Allgemeinmediziner wird durch objektive, tiefe Gründe verursacht – die Allgemeinärzte sind eigentlich ein auslaufendes Luxusmodell. Der Versuch, diesen Trend aufzuhalten, verbraucht Energie und Ressourcen, die man für zukunsträchtigere Lösungen braucht, wie es die nichtakademischen «Allgemeinpraktiker» sind. Wir sollten uns damit beschäigen, darüber zu diskutieren, mitzureden und zu handeln, und das Gebiet nicht nur Politikern und Spitälern überlassen. Die Ausbildung der künigen nichtakademischen «AllgemeinpraktikerInnen» ist einfacher und günstiger, und wir werden uns daran wesentlich beteiligen. Dieser schöne, interessante Beruf wird vor allem von Frauen begehrt sein, weil er bessere Möglichkeiten für Teilzeitarbeit, Pausen und Wiedereinstieg bietet. Die Zusammenarbeit zwischen akademischen Allgemeinmedizinerinnen und nichtakademischen «Allgemeinpraktikern» ist unabdingbar. Vor kurzem erschien ein Artikel, der schildert, wie es diesbezüglich im Gesundheitssystem in den USA bereits läu [1]. Die Allgemeinmedizin ist eine Vorhut dieser Entwicklung für andere Disziplinen, wie es einst, bereits vor vielen, vielen Jahren, die Anästhesie mit ihren P egern und P egerinnen war. Mit besten Grüssen Peter Marko, St. Gallen
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