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Ein ambulantes Sekundärpräventivprogramm für Schlaganfallpatienten
Author(s) -
Simon Jung,
Matthias Wilhelm,
Hugo Saner,
JeanPaul Schmid,
René M. Müri,
Heinrich P. Mattle
Publication year - 2014
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2014.02115
Subject(s) - psychology
Schlaganfall ist eine Erkrankung von enormer Relevanz: Es ist die häufigste Ursache für Behinderungen im Erwachsenenalter, die zweithäufigste Ursache von Demenz und die dritthäufigste Todesursache insbesondere in den alternden Populationen der Industrieländer. Die Sekundärprävention von Schlaganfällen ist aufgrund von zahlreichen bekannten Risikofaktoren komplex und beinhaltet sowohl medikamentöse als auch nichtmedikamentöse Massnahmen. Im Falle einer optimalen Risikofaktorenabklärung und Behandlung könnten bis 90% der Rezidivschlaganfälle verhindert werden. Dazu zählen der Raucherstopp, die optimale Behandlung von Bluthochdruck, Dyslipidämie und Diabetes, ein gesundheitsbewusster Lebensstil mit regelmässiger körperlicher Betätigung, ein normales Körpergewicht, ein allenfalls mässiger Alkoholkonsum, die Vermeidung von Stress und der Einsatz von Plättchenaggregationshemmern oder oraler Antikoagulation. Besonders wichtig ist dabei, dass eine effektive Schlaganfallprävention nur durch Behandlung vieler oder besser aller Risikofaktoren erzielt werden kann. Sekundärprävention mittels kardialer Rehabilitation ist ein etabliertes Konzept nach Herzinfarkt oder aortokoronarem Bypass [1, 2]. Trotzdem gibt es bisher keine Sekundärpräventionsprogramme für Schlaganfallpatienten. Wir haben deshalb ein zwölf Wochen dauerndes ambulantes Programm für Schlaganfallpatienten mit keinen oder nur geringen Defiziten auf der Basis der bereits existierenden kardialen Präventionsprogramme zur Optimierung der Sekundärprävention, der Symptomregredienz und zur Verbesserung der gesundheitsabhängigen Lebensqualität entworfen. In einer prospektiven Pilot-Kohorten-Studie mit 105 Patienten konnten wir zeigen, dass das zwölfwöchige ambulante Rehabilitationsprogramm eine signi fikante Verbesserung der Behandlung der Risikofaktoren (systo lischer Blutdruck p = 0,001, diastolischer Blutdruck p = 0,008, Body Mass Index p = 0,005, Raucherstatus p = 0,001, LDL-Cholesterin p = 0,03, Triglyzeride p = 0,001), der körperlichen Leistungskapazität (p <0,001) als auch der Lebensqualität zur Folge hatte [3].

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