FimH-Antagonisten: eine neue Option für die Therapie von Harnwegsinfekten
Author(s) -
Beat Ernst,
Anja Sigl
Publication year - 2013
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2013.01750
Subject(s) - medicine
Harnwegsinfekte (HWI) gehören weltweit zu den häufigs ten Infektionen. Die Hälfte aller Frauen erleidet mindes tens einmal im Leben einen unkomplizierten HWI, bei einem Viertel kommt es innerhalb von sechs Monaten zu einem Rezidiv [1, 2]. Von komplizierten HWI hingegen sind Frauen und Männer mit anatomischen Anomalitäten der Harnwege, Kathetern, Diabetes mellitus, Paraplegie oder Infektionen mit multiresistenten Bakterien gleicher massen betroffen [3, 4]. HWI werden mit Antibiotika behandelt. Deren häufiger Einsatz hat in den letzten Jahren zu einem alarmieren den Anstieg der Resistenzraten geführt. So lag im Jahr 2012 in der Schweiz die Resistenz von E. coli gegen über dem häufig bei HWI eingesetzten Cotrimoxazol bei bereits 27,4% [5]. Neuartige Therapieansätze mit gerin gerem Resistenzpotential sind deshalb aus medizini scher Sicht dringend notwendig. Unsere Forschungsgruppe untersucht die vielfältigen biologischen Funktionen und damit auch das therapeu tische Potenzial komplexer Kohlenhydrate. Diese sind an zahllosen physiologischen und pathophysiologischen Pro zessen beteiligt. Unter anderem spielen sie eine wichtige Rolle bei bakteriellen, viralen und mykotischen Infektionen, so auch bei Infektionen der Harnwege.
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