Ungewöhnliche operative Therapie für eine Milz
Author(s) -
Nadja Fischer,
Barbara Padberg Sigier,
Gabriela Hässig,
Peter Villiger
Publication year - 2013
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2013.01433
Subject(s) - computer science
Plötzlich und ohne Trauma verspürt die 37-jährige Patientin einen stichartigen Schmerz im Oberbauch. Im CT erkennt man eine 7 x 8 x 11 cm grosse Milzzyste am Oberpol mit Einriss und freier Flüssigkeit. Die Patientin bleibt hämodynamisch stabil. Die EchinokokkusSerologie ist negativ. Nach drei Wochen ist die Zyste im CT leicht grösser (12 x 10 x 10 cm). Es fehlen Malignitätszeichen. Wir schlagen die laparoskopische Resektion vor. Die Zyste ist kranial mit dem Zwerchfell verklebt, was die Spontanheilung erklärt. Die Milz wird allseits mobilisiert, wobei die Zyste einreisst. Der Zystenbalg wird gefasst, gegen ventral gezogen, so dass die Milz samt Pankreasschwanz nach ventral gelöst werden kann. Über eine Minilaparotomie werden Milz mit Zyste vor die Bauchdecke gebracht. Die Oberpolarterie wird ligiert, was zur Demarkation am Milzgewebe führt. Dies erlaubt, den Milzoberpol mit der Zyste abzutrennen (Abb. 1 x). Die verbleibene Hemimilz wird reponiert. Histologisch liegt eine seltene (0,07%) mesotheliale Milzzyste kongenitalen Ursprungs vor (Abb. 2A x und B x) [1, 2]. Im Verlauf wird in der Duplexsonographie eine normal perfundierte Hemimilz abgebildet, die Patientin ist beschwerdefrei. Korrespondenz: Dr. Nadja Fischer Assistenzärztin Institut für Pathologie Kantonsspital Aarau Tellstrasse CH-5001 Aarau nadja.fischer[at]ksa.ch
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