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Informed Consent: eine Utopie?
Author(s) -
Rolf H. Adler
Publication year - 2012
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2012.01182
Subject(s) - informed consent , philosophy , art , medicine , alternative medicine , pathology
Ein 67-jähriger Freund, Nachbar und Architekt, bittet mich um ein Gespräch wegen Missempfindungen und Schmerzen in den Beinen und Händen. Er sei zwei Jahre lang abgeklärt und behandelt worden. Ich setze mich noch gleichentags zu ihm und bitte ihn, mir alle medizinischen Dokumente vorzulegen, die sich angesammelt haben. Die Diagnose in den Unterlagen lautet «idiopathische Polyneuropathie», und Rezepte für Lyrica sind ausgehändigt worden. Ich frage ihn, wie das Lyrica gewirkt habe. Er antwortet, nach dem Lesen des Beipackzettels habe er auf die Einnahme verzichtet, dem Arzt aber davon nichts gesagt. Ein Architekt liest einen Beipackzettel, somit ist er informiert und wird kooperieren. Diese Annahme ist voreilig und naiv.

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