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Interventionelle Behandlung einer lymphatischen Malformation sicher und effektiv
Author(s) -
T Willenberg,
I Baumgartner,
DD Do,
P Dubach,
C Zubler,
J Gralla
Publication year - 2011
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2011.07633
Subject(s) - medicine , gynecology
Wir berichten über eine 53 Jahre alte Patientin, welche sich aufgrund einer zunehmenden Raumforderung im Halsbereich vorstellte. Die Läsion war drei Monate zu vor erstmals aufgefallen und seither progredient mit zunehmend störendem Druckgefühl. Eine Magnetreso nanztomographie sicherte die Diagnose einer makro zystären, lymphatischen Malformation (LM). Bei gut zugänglicher Läsion entschieden wir uns für die Sklero sierung der multilobulären LM mittels Applikation von Picibanil® (OK432). Picibanil® ist ein Lysat aus durch Benzylpenicillin (Penicillin G) und Wasserstoffperoxid attenuiertem Streptococcus pyogenes. Das enthaltene Streptokokkentoxin induziert an der Injektionsstelle eine Immunreaktion mit aseptischer Entzündung, ver gleichbar mit einem Erysipel. Die Einwanderung von neutrophilen Granulozyten, Makrophagen, NKZellen und TLymphozyten führt dabei zur Zerstörung des empfindlichen Endothels und Verklebung der lympha tischen Strukturen. Technisch wird Picibanil® nach Aspiration der Lymph flüssigkeit direkt intraläsional appliziert. Es bewirkt durch den Entzündungsprozess eine Schrumpfung des Gewebes und so die Rückbildung der Lymphzysten. Für die Sklerosierung bei unserer Patientin wurde eine kli nische Einheit (1 KE) Picibanil® entsprechend 0,1 mg Streptokokkenlysat unter Fluoreszenzkontrolle appli ziert. Abbildung 1 x zeigt den CTBefund vor der Be handlung. Die Verlaufskontrolle drei Monate später be stätigt die komplette Regression (Abb. 2 x).

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