Schwerer Eisenmangel: banal oder sensationell?
Author(s) -
C Arnold,
C Amonn
Publication year - 2010
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2010.07256
Subject(s) - art , history
Ein 67-jähriger gebürtiger Schweizer wurde uns vom Hausarzt wegen Dyspnoe und Verschlechterung des Allgemeinzustandes zugewiesen. Neben dieser seit wenigen Tagen bestehenden progredienten Dyspnoe und der zunehmenden allgemeinen Schwäche berichtete der Patient ausserdem, dass ihm in den letzten Tagen eine blasse und leicht gelbliche Verfärbung seiner Haut aufgefallen sei. Auch habe er vor etwa drei Wochen während zweier Tage Durchfall gehabt. Sonst sei er gesund und nehme keine Medikamente. In der persönlichen Anamnese war zu erfahren, dass vor fünf Jahren eine Eisenmangelanämie diagnostiziert wurde. Aufgrund eines damals positiven Screenings auf okkultes Blut im Stuhl wurde eine Kolonoskopie durchgeführt, welche einen sessilen Sigmapolypen zeigte. Eine Eisensubstitution wurde begonnen. Im weiteren Verlauf war der Patient bis zur jetzigen Vorstellung beschwerdefrei und normal leistungsfähig. Es präsentierte sich bei Eintritt ein afebriler, blasser, normokarder und normotoner Patient in deutlich reduziertem Allgemeinzustand. Unter 2 L Sauerstoff massen wir eine normale O2-Sättigung von 99%. Enoral fielen multiple, 2–3 mm grosse, bläulich-livide Schleimhautveränderungen (Wangenschleimhaut und Zungenrand) auf (Abb. 1 x).
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