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Wenn der kleine Finger das Leben zur Hölle macht ƒ
Author(s) -
Stephan Christen,
Alice Desbiolles,
Serli Genz Bölter,
B. Muff
Publication year - 2010
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2010.07102
Subject(s) - philosophy , art , political science
Eine 35-jährige Patientin wird vom Hausarzt aufgrund von stärksten, therapieresistenten Schmerzen im rechten Kleinfinger in die Sprechstunde unseres Handchirurgen überwiesen. Die Patientin berichtet über seit dem Frühjahr 2007 bestehende zunehmende Schmerzen im Kleinfinger ihrer rechten Hand. Es besteht keine Vorgeschichte für ein lokales Trauma, eine entzündliche oder tumoröse Vorerkrankung. Zunächst traten die anfallsartigen Schmerzen vor allem nachts und bei direkter Berührung des Fingerendgliedes auf, teilweise so stark, dass sie Übelkeit auslösten. Im weiteren Verlauf, vorwiegend in der kalten Jahreszeit, wurden die Schmerzen auch durch Temperaturwechsel ausgelöst und lokalisierten sich zunehmend im Endglied des Kleinfingers. Die Patientin beschreibt die Beschwerden als plötzlich einschiessende «höllische Schmerzen» im Bereich des Fingernagels, als ob jemand «auf einen Nerv drücken würde». Die Selbstmedikation mit nichtsteroidalen Antirheumatika brachte keine Linderung. Von aussen betrachtet war der Finger unauffällig. Von ihrem Umfeld wurde die Patientin zum Teil sogar als hysterisch bezeichnet. Als Anfang Winter die Schmerzen kaum mehr zu ertragen waren, suchte sie im Dezember 2007 ihren Hausarzt auf. Bei unauffälligem Röntgenbild überwies dieser die Patientin direkt an den Handchirurgen.

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