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Hohes Fieber und zystische Veränderungen in der Lunge
Author(s) -
M Schweizer,
M Tschan,
N Willi,
A Huber,
A Breitenbücher
Publication year - 2009
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2009.06927
Subject(s) - medicine , gynecology
10 bis 30 Hounsfield-Einheiten aufwies, vereinbar mit mehrheitlich seröser Flüssigkeit. In den Angiographiesequenzen fand sich eine arterielle Versorgung durch die Arteria pulmonalis links, jedoch keine direkte Zufuhr von der Aorta (Abb. 1A, 1B x). Bronchoskopisch zeigte sich eine subakute Bronchitis bei einer unauffälligen anatomischen Anlage des Bronchialsystems. Im Bronchialsekret fand sich eine Vermehrung der neutrophilen Granulozyten, jedoch konnten keine pathogenen Erreger oder malignen Zellen nachgewiesen werden. Die Lungenfunktionsprüfung ergab weitgehend normale Werte mit einer Tendenz zu einer restriktiven Ventilationsstörung. Auch die Diffusionkapazität für CO und die arteriellen Blutgase in Ruhe waren im Normbereich. Wegen des Verdachts auf eine abszedierende Pneumonie wurde eine antibiotische Therapie mit Dalacin® C eingeleitet, unter der sich Fieber, Husten und Auswurf zurückbildeten. Auch die Spiegelbildungen waren nicht mehr nachzuweisen, jedoch persistierten die dünnwandigen zystischen Strukturen. Somit erhärtete sich der Verdacht einer angeborenen Missbildung, wobei eine kongenitale zystischeadenomatoideMalformation(CCAM) als am wahrscheinlichsten angesehen wurde. Wegen der Gefahr erneuter Infektrezidive nach Absetzen des Antibiotikums wurde der Patient zur Unterlappenlobektomie an unsere Klinik überwiesen. Der periund postoperative Verlauf war komplikationslos. Die makroskopische Untersuchung des Operationspräparats liess mehrere zystische Hohlräume bis zu einem Durchmesser von 3,8 cm erkennen, die grösstenteils mit gelatinösem Material, zum Teil auch mit Eiter, gefüllt waren. Mikroskopisch konnte in den Zystenwänden glatte Muskulatur, jedoch keine Knorpelanteile, Drüsen oder quergestreifte Muskulatur nachgewiesen werden. Die Zysten waren von einem zylindrischen Flimmerepithel ausgekleidet. Insgesamt waren diese Befunde gut vereinbar mit einer kongenitalen zystischen adenomatoiden Malformation (CCAM-Typ 1 nach Stocker) (Abb. 2A–C x).

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