Es ist nicht immer ein Reizdarmsyndrom
Author(s) -
U Lüthi,
S Tschopp,
Gebbers Jo
Publication year - 2009
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2009.06840
Subject(s) - philosophy
Thailand. In den Stuhlund Urinproben fanden sich keine Schistosomeneier, indessen zeigte die Serologie für Schistosoma einen Titer von 1:4096. Nach einer Therapie mit Praziquantel (60 mg/kg KG Tag 1 und Tag 30) war die Patientin nach sechs Monaten komplett beschwerdefrei. Von der Tropenkrankheit Schistosomiasis (Bilharziasis) sind in 51 Ländern etwa 200 Millionen Menschen betroffen [1]. Die getrenntgeschlechtlichen Saugwürmer leben paarweise in den Mesenterialund Harnblasenvenen des Wirts. Hier produzieren die Weibchen etwa 300 Eier täglich. Die Eier können Venenwände, Darmund Harnblasenschleimhaut passieren und verlassen so den Körper mit den Fäzes oder im Urin. Nach einer ungeschlechtlichen Vermehrung in Süsswasserschnecken (= Zwischenwirt) infizieren die freigesetzten Larven den Menschen perkutan [2]. Durch Schutzkleidung (Stiefel, Handschuhe) kann eine Infektion verhindert werden. Drei Haupttypen sind bekannt: Schistosoma haematobium (Urogenitalbilharziose mit Hämaturie, Zystitis, Plattenepithelkarzinom), S. mansoni und S. japonicum (beides Darmbilharziose mit Kolitisbeschwerden). Die Eier können auch via Portalkreislauf in Leber, Lunge und andere Organe gelangen. Schistosomiasis ist einer der häufigsten Ursachen einer nichtzirrhotischen portalen Hypertonie [3].
Accelerating Research
Robert Robinson Avenue,
Oxford Science Park, Oxford
OX4 4GP, United Kingdom
Address
John Eccles HouseRobert Robinson Avenue,
Oxford Science Park, Oxford
OX4 4GP, United Kingdom