z-logo
open-access-imgOpen Access
Schwere Hypothermie: 21,8 °C
Author(s) -
S Lötscher,
J Hempel,
M Laube,
C Jenni
Publication year - 2009
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2009.06716
Subject(s) - hypothermia , medicine , chemistry , anesthesia
Legen eines grosslumigen femoral-venösen Zuganges (Swan-Ganz-Introducer, Arrow® 8,5 Franken). Die Blasentemperatur (CURITY® FoleyKatheter mit Temperaturfühler, Tyco Healthcare) betrug 21,8 °C. Aus logistischen Gründen – der Nebel im Berner Seeland verunmöglichte einen Helikoptereinsatz – wurdeunter laufenderCPRauf eineVerlegung ins Zentrumsspital mit ECC-Möglichkeit verzichtet und der Patient auf die Intensivstation verlegt. Die CPR erfolgte während insgesamt zweieinhalb Stunden. Gleichzeitig wurde der Patient mittels forcierter Warmluft (Bair Hugger®, Carbamed), insgesamt 4,5 Liter gewärmter Ringerlactat-Infusion (Level 1®-System 1000, Smiths Medical) und warmer Inspirationsluft (maximal 42 °C) aufgewärmt (Abb. 1 x). Bei Erreichen einer Kerntemperatur von 24,6 °C wurde erstmals ein messbarer Kreislauf mit einem Blutdruck von 65/40 mm Hg und einer Herzfrequenz von 48/min festgestellt. Der 3-kanalige Monitorausschrieb (ein EKG wurde leider nicht angefertigt) zeigte einen bradykarden ventrikulären Rhythmus mit buckelförmigen ST-Hebungen und verlängerter QT-Zeit, am ehesten im Sinne von Joder Osborn-Wellen [3]. Das Drogenscreening im Urin war positiv für Methadon, Benzodiazepine, trizyklische Antidepressiva, Marihuana und Opiate. Da das 12-Ableitungs-EKG acht Stunden nach Eintritt bei einer Kerntemperatur von 34 °C vollständig normal war, dürften die genannten EKG-Veränderungen auf die Hypothermie zurückzuführen sein und nicht auf einer Toxizität durch die trizyklischen Antidepressiva beruht haben. Ab einer Kerntemperatur von 32 °C benötigte der Patient zur Kreislaufunterstützung Noradrenalin (maximal 9 μg/min) und Dobutamin (maximal 1000 μg/min), zuvor wurde das Monitoring durch das Legen eines Pulmonaliskatheters (Swan-GanzKatheter CCOmbo V Edwards Lifesciences) ergänzt. Acht Stunden nach Eintritt erlitt der Patient bei einer Kerntemperatur von 34 °C einen GrandMal-Anfall, der durch intravenöse Aufsättigung mit Valproat (Orfiril® 30 mg/kg Körpergewicht in 30 Minuten) klinisch kontrolliert werden konnte. Fünfzehn Stunden nach Eintritt betrug die Kerntemperatur 36,6 °C. Das am Folgetag durchgeführte MRI fiel normal aus, das EEG zeigte vereinzelt epileptische Aktivität, die mit Clonazepam (Rivotril®) unterdrückbar war. Der weitere Verlauf war gekennzeichnet durch ein passageres, nicht dialysepflichtiges NierenEinleitung

The content you want is available to Zendy users.

Already have an account? Click here to sign in.
Having issues? You can contact us here
Accelerating Research

Address

John Eccles House
Robert Robinson Avenue,
Oxford Science Park, Oxford
OX4 4GP, United Kingdom