Palpable Purpura nach Einnahme von Torasemid
Author(s) -
R Fulchini,
M Weber Moser,
J Gubler
Publication year - 2008
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2008.06517
Subject(s) - medicine
Jugendlichen nach Infekten der oberen Luftwege auf [1]. Wir vermuteten eine medikamentöse Ursache durch das neu eingesetzte Schleifendiuretikum Torasemid. Eine infektiöse Ätiologie im Rahmen einer Hepatitis B oder C mit assoziierter Kryoglobulinämie wurde ausgeschlossen. Hinweise für eine zugrunde liegende Infektion (z.B. Endokarditis, HIV) fehlten, die antineutrophilen zytoplasmatischen Antikörper waren negativ [2]. Das Sistieren von Torasemid führte zu einer kompletten Erholung. Typischerweise wird die leukozytoklastische Vaskulitis durch Medikamente (v.a. Penicilline, Cephalosporine, Sulfonamide) verursacht, Einzelfallbeschreibungen finden sich bezüglich des in der Struktur den Sulfonamiden ähnlichen Schleifendiuretikums Torasemid [3]. Wir danken Frau Dr. M. Pfaltz (Kempf und Pfaltz, Histologische Diagnostik, Zürich), die uns das histologische Bild zur Verfügung gestellt hat. Ein 80jähriger Patient stellte sich uns mit einer akut aufgetretenen, unterschenkelbetonten palpablen Purpura an den Extremitäten und mit erhöhten Entzündungszeichen vor (Abb. 1x). Die Hautbiopsie bestätigte die klinische Verdachtsdiagnose einer leukozytoklastischen Vaskulitis (Abb. 2x). Es fehlte der für eine Purpura Schönlein-Henoch charakteristische Nachweis von IgAAblagerungen. Diese stellt eine spezielle Vaskulitisform dar und tritt primär bei Kindern und
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