Detektion des intrakraniellen Drucks: zwei Anmerkungen
Author(s) -
R Brzezinska,
R Schumacher
Publication year - 2008
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2008.06512
Subject(s) - medicine , philosophy
Mit Interesse habe ich den Artikel von Eschle et al. gelesen. Dem erhöhten intrakraniellen Druck wird viel Bedeutung beigemessen. Zur Illustration seiner morphologischen Folgen wird in Abbildung 2 ein Schädel-MRI gezeigt mit eindrücklich erweitertem Subarachnoidalraum des N. opticus und einem Papillenödem. Dazu möchten wir zwei Anmerkungen machen: – Die Darstellung des N. opticus im Längsschnitt einschliesslich der Papille wie in der Abbildung gezeigt gelingt bei der Standarduntersuchung des Hirnschädels mittels MRI mit Schnittebenen parallel zur Canthomeatallinie nicht, da der Nerv nicht längs, sondern schräg geschnitten wird. Um dies dennoch zu erreichen, bedarf es einer zusätzlichen Schnittebene, die zu einer längeren Untersuchungszeit im MR führt. – 1994 beschrieben Hansen et al. [1] bei Patienten mit erhöhtem intrakraniellem Druck nach akutem Schädeltrauma eine sonographisch verlässlich detektierbare Erweiterung des Subarachnoidalraumes um den N. opticus. In einer späteren Studie zeigten die Autoren [2], dass der ansteigende intrakranielle Druck innerhalb von wenigen Minuten zu einer proportional zum Druck erfolgenden Erweiterung des Subarachnoidalraumes des N. opticus führt (obere Normgrenze des N. opticus einschliesslich seiner Hüllen: 4,3 mm). Die Entwicklung einer Stauungspapille benötigt jedoch Tage, bis der gestörte zentripetale axonale Fluss im N. opticus zur von der Fundoskopie her bekannten Stauungspapille führt. Somit steht mit der transbulbären Sonographie des N. opticus und seiner Hüllen eine empfindliche, verlässliche und schnell ansprechende Methode zur Detektion eines erhöhten intrakraniellen Drucks zur Verfügung, die auch bettseitig durchgeführt werden kann.
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