Vorsicht vor mittellinigen nasalen Pickeln im Kindesalter!
Author(s) -
H Bächli,
AS Zetti,
R Köppl,
J Mayr
Publication year - 2007
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2007.06315
Subject(s) - philosophy
Wir berichten über einen acht Monate alten Knaben, bei dem seit der Geburt rezidivierende Fieberschübe und ein eiternder Pickel in der Mitte des Nasenrückens auffielen. Zuletzt zeigte sich eine Schwellung im Bereich der rechten Nasenflanke und der Orbita verbunden mit Fieber, so dass eine notfallmässige Hospitalisation erfolgte (Abb. 1 x). Im MRI ergab sich Verdacht auf einen intrakraniellen Abszess, woraufhin eine Antibiotikatherapie mit Ceftriaxon, Vancomycin und Metronidazol eingeleitet wurde. Zusätzlich konnte die Diagnose eines intrafalxialen Dermoids sowie eines beginnenden zerebralen Abszesses gestellt werden (Abb. 2 x). Im CT zeigten sich in der Frontobasisfeinschichtung eine fehlende ethmoidale Ossifikation und eine bifide anteriore Crista galli mit einem Dermoid im Bereich des Foramen caecum bzw. des Falx (Abb. 3 x). Aufgrund dieser Befunde wurde die Indikation zu einem interdisziplinären intra-/extrakraniellen Eingriff mit bifrontaler Kraniotomie, Entfernung des Dermoidtumors und der Frontobasisdeckung sowie mit transnasaler Ausräumung des Dermalsinus gestellt. Beim Abschieben der Galea floss teigiges, mit Haaren versehenes Material ab, vereinbar mit einem Dermoid. Nach der Duraeröffnung zeigten sich massive Verklebungen mit der Frontobasis, die Crista galli war aufgespaltet, und es kam ein kleinfingerförmiger Dermoidtumor zum Vorschein, der sich zwischen der Falx nach intrakraniell vorschob. Der Sinus saggitalis superior wurde im vorderen Anteil ligiert und ein Teil der Falx herausgeschnitten, was zur vollständigen Entfernung des Tumors führte. Ein ungefähr 1 cm grosses Loch im Bereich der Crista galli wurde intradural mit einem Galea-Patch abgedichtet. Anschliessend erfolgte die transnasale Ausräumung des Dermalsinus. Zusätzlich wurde die Frontobasis extradural und endonasal gedeckt. Der Eingriff verlief komplikationslos. Die intraoperativ entnommenen Abstriche waren positiv für methicillinresistenten Staphyloccocus aureus (MRSA), was eine Umstellung der antibiotischen D E R B E S O N D E R E FA L L Schweiz Med Forum 2007;7:862–863 862
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