Hypothermer «Kamelhöcker» - die Osborn-Welle
Author(s) -
M Hoffmann,
B Hasse,
F Widmer
Publication year - 2006
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2006.05980
Subject(s) - die (integrated circuit) , philosophy , theology , computer science , operating system
im Winter nach einem unklaren Sturzereignis im ungeheizten Keller ihres Hauses zugewiesen. Bei Eintritt war die Patientin stuporös, RivaRocci-Blutdruck 92/40 mm Hg, Puls 43/min, Atemfrequenz 12/min, die rektal gemessene Körpertemperatur lag unter der Minimalanzeige des Thermometers von 25 °C. Das EKG (Abb. 1 x) zeigte einen bradykarden junktionalen Rhythmus, möglicherweise aufgrund von Vorhofflimmern (DD Zitterartefakte), und ausgeprägte J-Wellen in V2–V4 und II. Joder Osborn-Wellen treten bei Körperkerntemperaturen unter 33 °C auf und werden höher, je tiefer die Temperatur sinkt [1]. Es handelt sich um eine Anhebung des J-Punktes zu Beginn der ST-Strecke (Abb. 2 x). J-Wellen sind charakteristisch, jedoch nicht pathognomonisch für eine Hypothermie [2]. J-Wellen wurden als «normotherme» OsbornWellen unter anderem auch bei schwerer Hyperkalzämie beobachtet [3]. Als möglicher Mechanismus kommt ein verändertes epikardiales Aktionspotential in Frage, wodurch sich das Summationspotential zwischen Endound Epikard verändert [4]. Im Gegensatz zur Osborn-Welle, die bei Hypothermie keinen unabhängigen prognostischen Faktor darstellt, geht das Vorliegen einer junktionalen Bradykardie wie auch eines Vorhofflimmerns mit einer erhöhten Mortalität einher [2]. Solche EKG-Veränderungen sind durch eine verlangsamte Leitung durch die Kaliumkanäle bei Hypothermie bedingt. C O U P D ’ Œ I L Forum Med Suisse 2006;6:907 907
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