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P-Wellen stehen Kopf
Author(s) -
B Schaer,
C Stichelring,
S Gasser
Publication year - 2006
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2006.05837
Subject(s) - environmental science
station wegen neu aufgetretener akuter Schmerzen in der linken Flankengegend vor, die bis in den linken Unterbauch und in den Bereich des Hodens ausstrahlen. Die ersten Abklärungen ergeben eine hydronephrotische Sackniere auf der linken Seite und den Verdacht auf eine distale Obstruktion, die wahrscheinlich durch einen Tumor verursacht sind. Routinemässig wird ein EKG durchgeführt, das wegen der Morphologie der P-Welle anfänglich für einige Verwirrung sorgt (Abb. 1 x). Kardiale Beschwerden bestehen auch nach einer spezifischen Befragung nicht. P-Wellen sind in den inferioren und lateralen Ableitungen normalerweise positiv. Warum? Werden die Vorhöfe vom Sinusknoten her erregt, läuft der Vektor auf die positiven Pole in den inferioren Ableitungen zu, so dass eine positive P-Welle in II, III und aVF vorliegt, was zum Beispiel auch in V6 der Fall ist. Im vorliegenden EKG sind die P-Wellen jedoch inferior negativ, das heisst, dass der ektope Fokus inferior in einem Vorhof liegt. Da die P-Welle in V6 ebenfalls negativ ist, liegt der ektope Fokus somit höchstwahrscheinlich im linken Vorhof. Mittels des Algorithmus aus Tabelle 1 p lässt sich der ektope Fokus rasch und relativ zuverlässig zuordnen. C O U P D ’ Œ I L Schweiz Med Forum 2006;6:379 379

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