Welches Gefäss ist betroffen?
Author(s) -
B Schär,
S Osswald
Publication year - 2005
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2005.05697
Subject(s) - medicine
Welches Gefäss ist betroffen? Für den Verschluss der grossen Arteria coronaria dextra (ACD) oder des Ramus circumflexus (RCX) sprechen die inferioren und lateralen Veränderungen und vice versa. Die Hebungen über der Vorderwand lassen sich so jedoch nicht erklären, denn zu einem Verschluss des Ramus interventricularis anterior (RIVA) passen die inferioren Veränderungen nicht. Ein Hauptstammverschluss korrespondiert zwar mit dem EKG, dieser Annahme widerspricht aber die Klinik. Die Angiographie zeigt einen Hauptstammthrombus mit embolischem Verschluss des apikalen RIVA. Nach einer Vorbehandlung mit Abciximab wird eine perkutane transluminale koronare Angioplastie (PTCA) der genannten Veränderungen durchgeführt. Die Sensitivität der ST-Hebung über der Vorderwand für das Vorliegen eines RIVA-Verschlusses liegt bei über 90% [1], jene der zusätzlichen Hebungen in I/aVL bei 89% für einen proximalen Verschluss des RIVA [2]. Ebenso hoch ist die Sensitivität der ST-Hebungen in II, III und aVF für einen inferioren Infarkt. EKG-Veränderungen bei isoliert betroffenem RCX treten nur in 50% der Fälle [2] auf. Aus einer Ratio der Hebungen in II und III von >1 (ST-Hebung in II>III) resultiert eine Sensitivität von über 80% für einen Verschluss des RCX, aus einer Ratio von <1 hingegen eine solche von 97% für einen ACD-Verschluss [3]. Welches Gefäss ist betroffen?
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