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«Red flags» und lumbale Rückenschmerzen
Author(s) -
MG Gengenbacher,
HA Schwarz
Publication year - 2005
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2005.05481
Subject(s) - flags register , traditional medicine , medicine , computer science , operating system
Ein 45jähriger, bis anhin gesunder, arbeitsund sportfähiger Mann sucht seinen Hausarzt auf wegen einer akuten lumbalen Schmerzepisode. Ein seit Jahren rezidivierendes Lumbovertebralsyndrom konnte jeweils chiropraktisch gut behandelt werden. Schlaflosigkeit, nächtliches Schwitzen und Tagesmüdigkeit seit 3 Monaten schreibt der Patient einer starken psychosozialen Belastungssituation zu, weshalb er sie primär dem Arzt gegenüber nicht erwähnt. Nach 8wöchiger Therapieresistenz auf NSAR, Myorelaxantien und Physiotherapie wird der Patient wiederum einem Chiropraktor überwiesen. Im Status objektivierbar sind eine schmerzbedingte Bewegungseinschränkung der LWS bei ausgeprägtem paravertebralem Muskelhartspann sowie ein axialer Wirbelsäulenkompressionsschmerz. Hinweise auf eine Neurokompression fehlen. Eine 22 Monate alte LWS-Röntgenaufnahme liegt als Normalbefund vor. Auf mehreren Segmenten wird eine Manipulation durchgeführt. Im Anschluss daran kann sich der Patient nicht mehr schmerzfrei aufrichten oder gehen. Der Hausarzt überweist ihn zur weiteren Abklärung in eine rheumatologische Klinik. Retrospektiv, 10 Tage vor Spitaleinweisung registrierte der Patient vor Manipulation insgesamt viermal ein schmerzloses Knacksen lumbal. Neu fanden sich Dysund Hypästhesien im Dermatom L2 und L3 rechts. Röntgenbilder der LWS zeigen multiple frische Deckplattenimpressionen (Abb. 1 x). Eine Computertomographie bestätigt die Frakturen und zeigt in allen Wirbelkörpern und zusätzlich im Os ileum und Os sacrum einen diffusen osteolytischen Prozess (Abb. 2 x). Ein ergänzender Skelettstatus zeigt multiple osteolytische Herde im gesamten Achsenskelett, dem Schädel (Schrotschussschädel), den Humerusköpfen, Scapulae und einzelnen Rippen. Nach Blutund Urinuntersuchungen (Tab. 1 p) und einer Beckenkammbiopsie (s.u.) steht ein Multiples Myelom Typ IgG lamda, Stadium IV fest. Therapeutisch wird Schmerzfreiheit unter Morphinsulfat, Kalzitonin, Zoledronsäure und einem «Red flags» und lumbale Rückenschmerzen

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