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Instabile Angina pectoris - eine mögliche Manifestation der (temporalen) Riesenzellarteriitis
Author(s) -
N Willi,
D Nikolaidis,
D Gloor,
G Cathomas
Publication year - 2005
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2005.05465
Subject(s) - medicine
Ein 87jahriger Patient wurde Anfang 2001 wegen rasch progredienter Allgemeinzustandsverschlechterung und damit verbundener Entgleisung der hauslichen Situation hospitalisiert. Neben einer schweren, neu aufgetretenen Mudigkeit berichtete er uber zwei Sturze, vier beziehungsweise zwei Wochen vor Hospitalisation, infolge welcher er uber starke Ruckenschmerzen klagte. Dreizehn Jahre zuvor war der Patient wegen Verdachts auf einen Hirnstamminsult hospitalisiert gewesen. Bei seither erhohtem Prostata-spezifischem Antigen bestand die Verdachtsdiagnose eines Prostatakarzinoms. Im Eintrittsstatus fand sich ein 87jahriger Patient in reduziertem Allgemeinzustand. Tief lumbal war die Haut uber der Wirbelsaule leicht gerotet. Kardial fiel eine absolute Arrhythmie auf. Auskultatorisch waren uber beiden Lungenunterlappen klingende Rasselgerausche zu horen. Die Pulse der Aa. tibiales dorsales waren nicht palpabel. Am Eintrittstag konnte in den Laboruntersuchungen eine Leukozytose von 11,9 x 109/L, eine Thrombozytose von 572 x 109/L, eine erhohte Blutsenkungsgeschwindigkeit von 77 mm/h und ein CRP von 134 mg/L nachgewiesen werden. Das Prostata-spezifische Antigen war mit 55 ng/L deutlich erhoht. Die antineutrophilen Antikorper, das HBs-Antigen und eine Lues-Serologie wurden nicht bestimmt. Das EKG zeigte ein tachykardes Vorhofflimmern von 107 Schlagen pro Minute sowie vereinzelte ventrikulare Extrasystolen. Im Rontgenbild des Thorax (liegend) konnten abgesehen von einem Zwerchfellhochstand auf der linken Seite keine weiteren Pathologien nachgewiesen werden. In der Rontgenaufnahme der Wirbelsaule wurden Lasionen im Lendenwirbelkorper zwei und vier zunachst als Metastasen-verdachtig beurteilt. Die anschliessende Knochenszintigraphie zeigte dann aber eine bandformige Anreicherung, welche eher als Fraktur-bedingt interpretiert wurde. Bei erhohtem Prostata-spezifischem Antigen stellte sich die Prostata zirka dreifach vergrossert mit Adenomkonsistenz dar. In einer sechsfachen Nadelbiopsie der Prostata wurde kein Karzinom nachgewiesen. Im weiteren Verlauf wurde der Patient unter ausgebauter analgetischer Therapie innert zehn Tagen schmerzfrei. Er wurde an die geriatrische Pflegeabteilung uberwiesen, von wo aus ein Ubertritt in ein Altersund Pflegeheim erfolgen sollte. Sieben Wochen nach Hospitalisation traten neu retrosternale Schmerzen auf, welche in den linken Arm ausstrahlten und von Erbrechen begleitet waren. Eine konservative Therapie mit Nitroglyzerin und Morphium i.v. wurde begonnen. Von weiterfuhrenden Abklarungen der neu Instabile Angina pectoris – eine mogliche Manifestation der (temporalen) Riesenzellarteriitis

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