Infizierte solitäre Nierenzyste: eine seltene Ursache von Flankenschmerzen
Author(s) -
C Padevit,
P Jaeger
Publication year - 2005
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2005.05457
Subject(s) - materials science , medicine
Ein 50jähriger Patient stellte sich wegen 4tägigen epigastrischen Schmerzen mit Ausstrahlung in die rechte Flanke vor. Die persönliche Anamnese war bland. In der klinischen Untersuchung zeigte sich eine klopfempfindliche Nierenloge rechts, die Temperatur betrug axillär 37,3 °C. Die Laboruntersuchung ergab erhöhte Infektparameter mit 10,09 109/L Leukozyten und einem C-reaktiven Protein von 225 mg/L. Der Kreatinin-Wert lag mit 78 μmol/L im Normbereich. Im Mittelstrahlurin konnten 10000/ml vergrünende Streptokokken nachgewiesen werden. Die Abdomensonographie erbrachte den Nachweis einer scharf begrenzten Zyste von 7,5 cm Durchmesser am rechten Nierenoberpol mit deutlicher Sedimentierung (Abb. 1 x); der Befund wurde mittels Computertomographie bestätigt (Abb. 2 x). Nach sonographisch gesteuerter Einlage einer Drainage entleerten sich initial 400 ml eitriges Sekret. Die bakteriologische Untersuchung zeigte mässig viele Leukozyten ohne Nachweis von Mikroorganismen. Zytologisch konnten keine malignen Zellen nachgewiesen werden. Antibiotisch wurde der Patient während 14 Tagen mit Augmentin® behandelt. Nach kurzzeitigem Fieberanstieg auf 38,5 °C axillär erholte sich der Patient rasch. Die Drainage förderte noch einige Tage zwischen 20 und 40 Milliliter zunehmend aufklarendes Sekret und wurde am 8. Tag entfernt.
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