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Hypothalamische oder paramediane thalamische Läsion? - Replik
Author(s) -
Andrea O. Rossetti,
W Waespe
Publication year - 2005
Publication title -
forum médical suisse ‒ swiss medical forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-6146
pISSN - 1661-6138
DOI - 10.4414/fms.2005.05450
Subject(s) - political science
Die Fallvorstellung der Kollegen Waespe und Stäubli [1] ist aus neurologischer Sicht sehr interessant. Anders als bei der Patientin von Iseki et al. [2] scheint jedoch in diesem Fall der paramediane Thalamus beiderseits deutlich miteinbezogen zu sein (Abb. D und F [1]). Der Befall dieser anatomischen Region geht klassischerweise mit Gedächtnisstörungen, einer vertikalen Blickparese, und einer Somnolenz einher [3]. Das letzte Symptom kann durchaus isoliert auftreten, und wird auf den Unterbruch der aszendierenden Projektionen vom retikulären System zum Kortex zurückgeführt [4]. Dies erzeugt eine Zunahme von leichtem Schlaf (Stadium 1) [4]. Bei der Differentialdiagnose zwischen hypothalamischer und paramedianer thalamischer Schläfrigkeit kann, neben dem begleitenden klinischen Bild und allenfalls der Liquor-Hypokretinbestimmung, die Untersuchung der Dynamik des REMSchlafes orientierend wirken: Im ersten Fall erwartet man eine deutliche Zunahme, im letzten Fall keine nennenswerte Änderung [4]. Dieser Patient zeigt des weiteren, dass Multiple Sklerose nicht auf die weisse Substanz begrenzt bleibt: Die graue Substanz kann ebenso befallen werden [5], also (selten) auch der Thalamus [6] oder der Hypothalamus [7].

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